Heizöl-Markt aktuell: US-Ölbestände deutlich gefallen - Ölpreise wieder im Aufwind!

10.07.2019
Heizöl-Markt aktuell: US-Ölbestände deutlich gefallen - Ölpreise wieder im Aufwind!
 
(10.07.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder zugelegt und gehen auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. Verantwortlich hierfür ist ein deutlicher Bestandsabbau in den USA. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,65 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Meldungen über einen Rückgang der russischen Ölproduktion und der Konflikt der USA mit dem Iran waren gestern verantwortlich für leicht anziehende Rohölpreise zum Start in den europäisch geprägten Handel. Am Nachmittag gab es dann aber im Vorfeld des zur Veröffentlichung anstehenden EIA-Monatsreports und der API-Ölbestandsdaten aber schon wieder Gewinnmitnahmen, bevor es am späten Abend erneut deutlich nach oben ging.
Die nach Börsenschluss vermeldeten Vorratsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen dann auch leicht bullish, also preistreibend aus. In Summe gab es hier einen Rückgang von 4,7 Millionen Barrel, wobei vor allem das Minus von 8,1 Millionen Fass bei den Rohöl-Beständen ins Auge stach. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Abbau von 3,5 Millionen Barrel gerechnet.
Leicht bearish, also preisdrückend, ist hingegen der Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) zu werten. Hier wurde die Prognose zur globalen Ölnachfrage im Vergleich zum letzten Bericht für dieses und nächstes Jahr um 140.000 bzw. 160.000 Barrel pro Tag zurückgenommen. Vor allem für dieses Jahr erwarten die Experten einen Anstieg der weltweiten Ölbestände, nächstes Jahr sollen diese dann wieder etwas zurückgehen. Entsprechend wurde auch die Preisprognose für die Rohöl-Sorte "Brent" für das dritte und vierte Quartal leicht zurückgenommen.
Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben beide Seiten nun die Gespräche wieder aufgenommen. Dabei betonten die US-Vertreter, dass sie dabei keine Eile hätten und vielmehr ein gutes Ergebnis für ihr Land erreichen wollen.

Am Devisenmarkt wird es heute Abend spannend, wenn das Sitzungsprotokoll des letzten Treffens der US-Notenbank veröffentlicht wird. Die Händler erwarten sich hiervon wertvolle Hinweise, ob und in welchen Umfang es in den USA zu Zinssenkungen kommen wird. Gestern gab es einen impulslosen Handel, bei dem sich das Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar kaum verändert hat.

Hierzulande werden die Heizölpreise leider mit leichten Aufschlägen starten, was sich im Tagesverlauf aber durchaus noch ändern kann, denn heute Nachmittag stehen ja noch die viel beachteten DOE-Ölbestandsdaten auf der Agenda. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aber zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,5 bis 0,8 Cent pro Liter erwarten. Insgesamt setzt sich die mittelfristige Seitwärtsbewegung weiter fort.